Kühles Versprechen

Das Meer liegt zwischen mir und der Freiheit. Die Hitze sirrt. Die Sonne schwelt. Das Blau glimmt.

Ich sitze fest im heißen Beton Athens. Das Meer so nah, mit seinen tausend Inseln, die Kühle versprechen. Verheißend. Das Meer zwischen mir und diesem Versprechen.

Sicht

Das Meer in Athen,  zu schmutzig um darin zu baden.

Beaver

Täglich fahre ich mit dem nach Piräus, dem großen Hafen von Athen, zu meiner Arbeit. Ob die Klimaanlage im Zug funktioniert bleibt offen, einen Fächer habe ich immer dabei. Das Abteil füllt sich mit jeder Station mit Strandmatten, Sonnenschirmen, Strohhüten und dem Geruch nach Sonnenmilch.

Und am Abend kehren müde Urlauber sonnenverbrannt mit Salzresten von den Inseln heim. Empfangen von der staubigen Hitze Athens.

Strand

Und doch weiß ich eines ganz bestimmt;

Eines Tages werde auch ich eines der großen Schiffe besteige, deren schwere Taue täglich auf den heißen, weichen Teer geworfen werden.

Albertito

Ich werde an Deck gehen, mich an das noch salzige Geländer lehnen und den Blick auf meine flimmernde Stadt werfen. Ich werde ohne Wehmut winken auch wenn niemand an Land meinen Gruß erwidert.

Qualm

Bluestar

Thomadis

Ich werde der Spur nachsehen, die unser Schiff nach sich zieht. Den Geruch von verbranntem Benzin einatmen. Die Stadt wird kleiner werden und bald nur noch ein schmaler Streifen unter Dunst sein.

Dunst

Ich werde auf dem Meer sein, das Meer wird unter mir sein, das Meer wir mich tragen. Hin zu den tausend Inseln die Kühle versprechen.

Gelaender

In diese Kühle werde ich eintauchen, ins Meer springen, vom Meer umgeben sein. Alle Hitze und der Staub der Stadt wird mir genommen werden. Und die Kühle wird nicht mehr länger ein Versprechen sein.

Gischt

Eines Tages.

 

 

Dieser Beitrag ist Teil der Blogparade: Europa und das Meer – Was bedeutet mir das Meer?“ | #DHMMeer

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