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Das große Netz über der Stadt

Schaue ich in den Himmel, sehe ich Linien, Seile, Kabel. Über Athen spannt sich ein Netz, als würde plötzlich ein Seiltänzer vom Himmel fallen. Oder sind es Seile, auf denen man tanzen kann?

Linien, die das Blau zerteilen und die Wolken zerstückeln. Kabel, auf denen sich Tauben niederlassen und für einen Moment eine erhabene Pause einlegen. Ein Netz, dass sich durch die Straßen spannt, die Richtung bestimmt und den Himmel in geometrische Figuren aufteilt, von denen keine gleich groß ist.

Ein geordnetes Gewirr, unter dem wir tagtäglich gehen, denn nur selten heben wir den Kopf. Es ist ein Gespann, an welchem die Oberleitungsbusse hängen, wie Abhängige an einem Tropf. Wir nenne sie Trolley. Geräuschlos, sanft zischend, ziehen sie sich an den Leinen entlang. Sie winden sich durch die Stadt, folgen der Linienchoreographie, laden Menschen ein und spucken sie wieder aus, um irgendwann in ihr Zuhause zurückzukehren, dort wo alle Linien zusammen laufen.

3 Kommentare zu „Das große Netz über der Stadt

  1. Ich wohne in Wuppertal im Bergischen Land nahe Solingen. olingen ist eine der wenigen Städte, die auch ein weitverzweigtes Oberleitungsnetz für Busse haben. Früher haben die Athener die gebrauchten O-Bussse aus Solingen gekauft, die dann noch ein paar Jahre in Athen fuhren. Gruss PeKo

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